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Gastronomie / Freizeit

Jungem US Bürger wegen schwarzer Hautfarbe Mitgliedschaft im Fitness-Studio in Saarbrücken verwehrt – Stadt billigt die „freie Mitgliedschaftswahl“ des Studiobetreibers!
Der US Bürger Georg Braun (Name geändert) hatte die Absicht im Saarbrücker LM Health and Fitness Center GmbH (Name geändert) Mitglied zu werden. Doch ließen sich die Geschäftsführer und Angestellten des Fitnessstudios zuerst verschiedenste und abwegige Gründe einfallen, um dem Kunden in spe, Georg Braun, keine Mitgliedschaft ausstellen zu müssen. Der US Bürger Georg Braun wollte einfach nur in ein Fitness-Studio, um sich und seinen Körper fit zuhalten, doch sollte er in Deutschland erleben, dass es Diskriminierung und Intoleranz noch gibt?! NEIN! Zuerst war es nur eine Vermutung des jungen US Bürgers, welche sich jedoch schnell als begründet herausstellte. Auch seinem deutschen Freund wollte sich die Vermutung nicht erschließen, deshalb wurde dieser selbst noch am gleichen Tag bei dem Fitness Center LM Health and Fitness GmbH vorstellig und hätte dort ohne weiteres Mitglied werden können. Nachdem er die Mitarbeiter mit der Vorgeschichte seines Freundes Georg Braun konfrontierte, wurde zunächst abgewiegelt und man wollte davon nichts wissen. Letztendlich kam man dann doch mit der Sprache heraus und ist der Meinung, dass aufgrund „schlechter“ Erfahrungen mit Mitgliedern „schwarzer Haut“
(oder so ähnlich formuliert) in Solingen, man sich jetzt eher mit solchen Mitglieder zurückhalten wolle, um das Allgemeinbild des Studios nicht einschlägig zu „belasten“….
(Quelle: SOS lexFACTURA(R) ACCOUNTING COMPANY LTD vom 13.03.2006 -
12:38 Uhr; Verfasser: CRUP HOLDING DIRECTOR’S CLUB, Referat „ADG“)

Kein Bier für Türken und Tschechen
Zwei männliche Jugendliche (türkischer und tschechischer Herkunft) besuchen regelmäßig eine Gaststätte. Bisher gab es beim Einlass keinerlei Schwierigkeiten. Kurz vor Weihnachten wollen die beiden Freunde wieder einmal ihre Stammkneipe besuchen. Diesmal kommen sie jedoch nicht rein. Der Türsteher weist sie ab, da es am Vorabend zu einer Schlägerei zwischen deutschen und türkischen Jugendlichen gekommen sei. Die Freunde erwidern, sie seien doch daran nicht beteiligt gewesen und mittlerweile doch auch Stammgäste in der Kneipe. Der Türsteher jedoch lässt sie nicht rein.
(Quelle: AntiDiskriminierungsBüro Köln Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.)